THE PLACE TO BEACH

Das Leben von Joana Mäder und Nina Brunner spielt sich schon seit vielen Jahren im Sand ab. Doch seit der Rückkehr der beiden Schweizer Beach-Volleyballerinnen in den Turnierzirkus in dieser Saison dürften sie auch privat viel Zeit im Sandkasten verbringen – denn beide kehren aus der Babypause zurück und bringen jetzt ihre sportlichen Sandspiele mit ihrer Mutterrolle unter einen Hut.

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Joana Mäder und ihr Mann Stefan sind seit April 2025 stolze Eltern einer Tochter. Und mit ihren 14 Monaten dürfte die kleine Malia auch selbst immer mehr gefallen am Sandkasten finden. Zur neuen Saison kehrte die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Joana Mäder zusammen mit Leona Kernen in die Beach-Serie zurück. Wenn Mama auf Tour ist, organisiert zuhause Papa Stefan das Familienleben. Der frühere Eishockey-Profi des EHC Visp arbeitet mit einem 60-Prozent-Pensum für einen Versicherungskonzern. „Ich fühle mich sehr wohl in meiner Rolle, wir zwei sehr schlafen sehr gut“, berichtet Stefan Mäder mit einem Augenzwinkern von den Zeiten, in denen Mutter Joana in Sachen Beach unterwegs ist. Und er gibt zu: „Wenn Joana weg ist, ist es schon sehr streng.“
 

Zweimal war die ganze Familie schon mit im Trainingslager – und beim Heimturnier in Gstaad sind sie selbstverständlich auch vor Ort, wenngleich in getrennten Hotels. „Trainingslager findet Malia cool, weil sie dann auch auf den Sand darf“, berichtet Stefan Mäder, „bei Turnieren ist es noch etwas schwierig.“ Bei der Ankunft im Gstaadion sticht Malia sofort das Papp-Double ihrer Mutter an einem Sponsorenstand ins Auge: „Mama!“, entfährt es ihr spontan.Joana Mäder geniesst die Rückkehr ins Beach-Geschehen trotz oder gerade wegen ihrer neuen Doppelrolle samt Doppelbelastung. „Es ist megacool wieder hier in Gstaad auf dem Center Court zu spielen und dann die Tochter auf der Tribüne zu sehen“, sagt die 34-Jährige. „Organisatorisch ist es schon eine neue Herausforderung, aber Stefan macht einen Riesenjob.“
 

Auch sportlich hilft ihr das Doppelleben. Seit dieser Saison baggert sie an der Seite der 14 Jahre jüngeren Leona Kernen. „Es macht mir Spass eine junge Spielerin zu begleiten und ihr zu helfen, sie dorthin zu bringen, wo ich schon war.“ Und trotz allem sportlichen Ehrgeiz gibt Joana Mäder zu: „Ich sehe heute viele Sachen nicht mehr so eng. Ich führe jetzt eigentlich zwei Leben. Die junge Familie relativiert vieles im Sport.“