Das Swatch Beach Pro Gstaad ist bereits wieder Geschichte. Wie fällt Ihre Bilanz der 26. Auflage aus?
Kunz: Sehr, sehr positiv. Nach einem Regentag mit einer „Evakuierungsübung“ des Publikums wegen des Gewitters hatten wir Traumwetter. Sportlich haben wir hochklassige Spiele bei Männern und Frauen gesehen. Die Tribünen waren voll, das Finalwochenende wieder ausverkauft. Sportlich und organisatorisch war das Turnier ein absoluter Erfolg.
Im kommenden Jahr wird es kein Beach Pro-Turnier geben. Stattdessen ist Gstaad Gastgeber der Europameisterschaften. Wann beginnen die Vorbereitungen für die Titelkämpfe?
Die Vorbereitungen haben schon begonnen. Wir hatten schon viele Gespräche mit Sponsoren und Partnern. In dieser Woche hatten wir Vertreter des europäischen Verbandes (CEV) zu Besuch, die sich das Stadion und die Infrastruktur angeschaut haben. Wir haben noch weitere Details für die Organisation abgesprochen.
Was unterscheidet eine Europameisterschaft von den bekannten Beach Pro-Turnieren?
Fast gar nicht. Es gibt natürlich schon Details, die sich ändern. Wir müssen bei der EM Spielpläne selbst ausarbeiten und andere Aufgaben übernehmen, die wir sonst nicht haben. Aber wir können zum Glück auf ein eingespieltes Team zurückgreifen.
Beach-Volleyball lebt auch stark von den starken Teams aus USA und Brasilien. Haben Sie Sorge, dass das Zuschauerinteresse zurückgeht, wenn diese Stars nächstes Jahr nicht im Gstaadion aufschlagen?
Nein, überhaupt nicht. Es ist ein Titelkampf. Die Topteams aus Schweden, Lettland oder Frankreich sind jetzt früh ausgeschieden aus dem Turnier, aber es sind absolute Weltklasse-Teams und sie werden im kommenden Jahr alle dabei sein. Deshalb wird es vom Niveau bei den Männern sicher keinen Unterschied geben. Bei den Frauen haben wir in Europa ebenfalls absolute Top-Teams, nicht zuletzt aus der Schweiz. Und weil es eine europäische Meisterschaft ist, werden die Fans sicher reisen, wir werden mehr ausländische Besucher hier in Gstaad haben. Von daher habe ich keine Sorge, dass wir nicht wieder ein Riesenevent hier auf die Beine stellen werden.
Was erhoffen Sie sich von den Europameisterschaften für den Beachvolleyball-Standort Gstaad?
Wir wollen uns positionieren in der Welt des Beachvolleyballs. Wir wollen zeigen, dass wir bereit und in der Lage sind, Titelkämpfe auszurichten. Und wir hoffen, dass wir eines Tages wieder eine Weltmeisterschaft hier in Gstaad ausrichten können.